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Making of "Die Jagd nach den Feen"

Mein erstes Buch Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster„Ritter für eine Nacht“ war gut angekommen und der Verlag hatte sein Interesse an einem weiteren Buch signalisiert. Also rannte ich seit Tagen und Wochen mit einer bohrenden Frage durch die Gegend: „Was zur Hölle soll ich schreiben?“

Mir war nur soviel klar: Nach der ganzen Ritter-Romantik musste was her, was mehr mit dem wirklichen Leben zu tun hat. Andererseits hatte ich aber auch Gefallen an den Fantasy-Elementen gefunden, die ein bisschen über den Alltag hinausreichen. Alltag war mich als Kind das Leben in unserer Hochhaussiedlung in Leverkusen-Steinbüchel, die ich später, als Jugendlicher, wie ein Ghetto empfand. Als Kind bedeuteten die Häuserschluchten, die endlosen Kellergänge und verwilderten Gartenanlagen hingegen ein Paralleluniversum voller Abenteuer. Wir Kinder kannten alles, jeden Winkel der Siedlung, nur ein Geheimnis blieb immer ungelüftet: Wie tief ist eigentlich ein Fahrtstuhlschacht und wie sieht es da unten aus?

 

Ich schrieb das Buch mit dem Arbeitstitel „Feenreich“ parallel zu meiner Diplomarbeit. In dieser Zeit fuhr ich mein Auto zu Schrott und mein Liebesleben gegen die Wand, in unserer WG ging es hoch her. Es waren wilde Monate und ich dachte dabei: So stelle ich mir das Autorenleben vor. Dass Partyexzesse und schlaflose Nächte allerdings weder in meiner Diplomarbeit noch in „Die Jagd nach den Feen“ irgendwie deutlich zutage treten, rechne ich mir auch ein bisschen als Professionalität an.