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Making of Abslut am Limit

Schon lange hatte ich die Idee ein Buch zu schreiben über einen Fantasy-Rollenspieler und seine Spielfigur, die ein Eigenleben zu führen beginnt und von ihrem Spieler Besitz ergreift. Dieses Buch wollte ich endlich mal schreiben, doch das klappte nicht mal bis zur Mitte des zweiten Kapitels. Stattdessen war es plötzlich der Roman, der ein Eigenleben zu führen begann. Das Mädchen Merle – sie sollte eigentlich bloß eine Nebenrolle spielen – wurde wie von ganz allein immer wichtiger. Und zugleich immer rätselhafter. Sie riss die Handlung an sich und das Fantasy-Thema geriet an den Rand. Die sprunghaft engagierte Merle, die keine Demo auslässt und am liebsten die ganze Welt retten würde, brachte ganz neue Themen mit ins Buch. Die eine oder andere Begebenheit aus meinen Jahren in der Jugendpolitik tauchte plötzlich im Manuskript auf; zum Beispiel ein Termin im Landtag von NRW, den meine Kollegin und ich mal vor ein paar Jahren hatten. Das Gespräch mit dem jungen Abgeordneten, das wir damals führten, findet sich in Kapitel 8 wieder. (Inzwischen hat der junge Mann von damals übrigens Karriere gemacht und spielt heute eine wichtige Rolle in der großen Bundespolitik.)

Und doch kam mir irgendwas seltsam vor. Und so zirka bei Kapitel 10 befiel mich die Erkenntnis wie ein Schock: Ach du Schxxx! Ich schreibe einen Liebesroman!

 

So ganz stimmt das vermutlich nicht. Vielleicht auch deswegen nicht, weil ich einfach das Wort blöd finde. Es ist ein bisschen was von allem geworden. Wenn Leute mich fragen: Worin geht’s in deinem neuen Buch? Weiß ich keine richtige Antwort. Und das ist irgendwie gut. Ein bisschen ist das Buch sicher auch ein Risiko: Ist es zu viel Fantasy für Leute, die kein Bock auf Fantasy haben? Oder ist es für Fantasyfans zu platt und zu wenig? Wie viel Politik verträgt so ein Roman? Und wie viel Sex? Über diese Dinge haben meine Lektorin Beate und ich intensiv diskutiert und an vielen Passagen im Text bis ins kleinste Detail herum gefeilt, bis wir zufrieden waren.

 

Wer sich dafür interessiert, wie sich ein Text beim Lektorieren verändert, kann ja mal einen Blick in die Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterOuttakes werfen.

 

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