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RaumZeit

Cover der niederländischen Übersetzung

Nominiert für den
Deutschen Jugendliteraturpreis 2003 

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Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterRaumZeit auf der Bühne

 

Das Porträt eines jungen Mannes im Knast, hart und dicht an der Realität erzählt - und zugleich die Geschichte einer großen Liebe.

Tim sitzt im Knast – zwanzig Monate Jugendstrafe. Statt Partys, Freunden, Mädchen: Misstrauen, Einsamkeit, Monotonie, dazu der tägliche Kampf, sich unter den Mitgefangenen durchzusetzen und nicht in gewaltsame Auseinandersetzungen zu geraten. Mühselig arrangiert er sich mit den Umständen, versucht sich zwischen rechten Schlägern und Marrokkaner-Gangs zu behaupten, liest viel, denkt nach, lebt vor sich hin. Sein Verhältnis zu sich selbst und der Welt wird immer härter und zynischer, mit kühlem Blick analysiert er sich und seine Situation. Bis etwas passiert, was eigentlich gar nicht passieren kann: Tim verliebt sich. In Martha, die von »draußen« kommt und dank Integrationsprogramm einmal wöchentlich im Knast auftaucht. Ein Hunger nach Leben erwacht in Tim und er denkt nur noch an Flucht. Der Gefängnispfarrer Bergkämper sagt ihm, was er nicht hören will: Eine Liebesbeziehung zu halten, wenn man im Knast sitzt, ist schwer genug – eine anzufangen praktisch unmöglich. Aber als Tim Hafturlaub hat, funkt es wirklich: Er trifft Martha, zum ersten Mal allein, und nach einem kurzen, heftigen Wortgefecht ist zwischen ihnen alles klar – und atemberaubend schön. Nur dass diese Liebe keine Zeit hat: Eine Nacht, ein Tag, dann muss Tim wieder zurück.

Tim und Martha aber wollen alles, und zwar sofort. Nach ihrer ersten, intensiven Nacht brennen sie miteinander durch. Ausgerüstet mit einer Kreditkarte, einem alten Igluzelt und einem schrottreifen Granada führt die Flucht über Paris bis in die Bretagne, wo die beiden zwei unsterbliche Tage durchleben. Aber dann müssen sie sich doch der Frage stellen, die alles entscheidet: Soll Tim zurück in den Knast – und die Gegenwart opfern in der Hoffnung auf eine Zukunft, in der sie auf Dauer zusammen sein können? Kann Martha Tim versprechen, dass sie auf ihn wartet?

 

 

Presse

 

»“RaumZeit“ von Christian Linker besitzt das Zeug zum Nachfolger von „Rolltreppe abwärts“. Sogar Martin Heideggers sperrige Welt ist lesbar übersetzt, indem sich ein junger Krimineller in seiner Zelle Gedanken über „Sein und Zeit“ und die Liebe macht.« Libelle

 

»Der Autor zeichnet in „RaumZeit“ ein ehrliches Porträt des Alltags in einer Jugendvollzugsanstalt, ohne dabei auf Klischees zurückzugreifen. Es animiert den Leser, Vorurteile zu hinterfragen und sich zu überlegen, wie er in solchen Situationen reagieren würde. Absolut empfehlenswert!« Nordwest-Zeitung

 

»Der Autor, der zuvor 2 Kinderbücher veröffentliche, legt hier seinen 1. Roman für Jugendliche und jüngere Erwachsene vor. Mit viel Verständnis hat Linker einen sympathischen Protagonisten geschaffen, der in seiner Widersprüchlichkeit, seiner Anti-Haltung und seinem jugendlichen Leichtsinn überzeugt. « ekz-Informationsdienst