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Damals, Später, Heute

Zwischen Anspruch und gefühlter Wirklichkeit

Während meines Studiums, da war ich noch richtig an der Front und habe zur Finanzierung von Wohnung, Auto und Kaltgetränken Seminare mit SchülerInnen vom Gymnasium bis zur Sonderschule über ziemlich alle Themen gemacht: Von Besinnungstagen über politische Bildung bis Bewerbungstrainings und Sexualpädagogik. Daneben habe ich gerne lange und ausschweifende Vorträge vor wehrlosen Erwachsenen gehalten und viele PR-Sachen gemacht. Was letzteres eigentlich genau war, weiß ich heute auch nicht mehr, aber wenn ich auf Partys Leuten auf deren Frage nach meinem Broterwerb lässig antwortete: „Ich mach so PR-Sachen“, konnten die sich immer was drunter vorstellen. Wie das mit dem Schreiben eigentlich genau anfing, lässt sich gut unter Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterRitter für eine Nacht nachlesen. Leider hab ich für die oft gestellte Frage „Wie kamen Sie zum Schreiben?“ bzw. noch prägnanter: „WARUM schreiben Sie Bücher“ noch immer keine coole Antwort. Ich bastle noch an einer Art Erweckungserlebnis, an dem Moment, der alles veränderte, in dem mir klar wurde: Ja, ich muss der Welt meine Geschichten geben. Wenn es fertig ist, schreibe ich es hierhin. Bis dahin muss das reichen.

Eines Tages war aber plötzlich mein Studium vorbei und die Uni schied mich aus ihrem warmen Schoß in die kalte Welt aus. Da traf es sich ganz gut, dass der ruhmreiche Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBund der deutschen katholischen Jugend, Diözesanverband Köln, in eine kleine innere Krise geriet und der Vorsitzende die Brocken hinwarf, die ich dann einsammeln konnte. Also kandidierte ich 2001 für das Amt des Diözesanvorsitzenden, das ich drei Wahlperioden lang, bis Ende 2009 hauptamtlich versah. Da konnte ich mich gemeinsam mit vielen anderen wundervollen Menschen mit Staat und Kirche anlegen und von Generationengerechtigkeit lamentieren und das war mir eine große Freude. Manchmal bewegte sich sogar was.